Die letzten Tage in China neigten sich dem Ende zu und ganze
2 Trips standen noch vor mir. Den einen nach Xian, den anderen nach Beijing,
bevor es dann wieder zurück nach Deutschland ging.
Chronologisch angefangen mit Xian kann ich auf sehr
ereignisreiche Tage zurückblicken. Die Stadt ist nicht nur echt schön, sondern hat
kulturell auch immens viel zu bieten. Das wird zudem mit touristischen Angeboten
verknüpft, sodass viel unternommen kann. Beispielweise starteten wir den ersten
Abend mit einer Tandemfahrradtour auf der hohen Stadtmauer von Xian. Hier
konnten wir dann mit 30 Sachen unseren Weg über diese alte holprige Piste
machen und gleichzeitig den Sonnenuntergang über der Stadt genießen.
Neben Xian als solchem, gibt es jedoch auch naheliegende
Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel die Terrakotta-Armee, die als achtes
Weltwunder gehandelt wird. Kleiner Exkurs, es handelt sich hierbei um tausende lebensgroße
Terracotta-Figuren, die der erste chinesische Kaiser anfertigen ließ, um nicht
alleine nach seinem Tod im Jenseits dazustehen. Das besondere an dieser riesigen
Anlage ist der Fakt, dass das Gesicht von jedem Kämpfer anders aussieht. Es
wird geschätzt, dass beim Bau etwa 700.000 Menschen im Einsatz waren und viele
durch die grausamen Arbeitsbedingungen gestorben sind. Durch Zufall wurde ´74 durch
chinesische Bauern die Anlage wiederentdeckt, da das Areal aus Trauer nach Tod
des Kaisers sehr schnell geschlossen wurde und in Vergessenheit geriet. Trotz
der jetzt schon immensen Ausmaße sagt man, dass erst ein Viertel des Ganzen
entdeckt worden ist, und viele Ausgrabungen erst noch zum Kern durchstoßen
werden.
Eine sehr interessante Sehenswürdigkeit also. Das Problem
war jedoch wie immer, das Gedränge durch die riesen Menschenmassen. Es könnte wirklich ein richtig besinnlicher
Ort sein, aber mittlerweile ist das Gelände schon so stark auf Touristen zugeschnitten,
dass man schon beim Reingehen, neben Getränken, Fastfood und Souvenirs auch
Pelze, Schwerter, Hüte und so ca. alles kaufen kann, was man will. Warum sich
auch nicht bei 35°C einen „echten“ Bärenpelz umlegen, während man sich alte
Artefakte anschaut?
Darüber hinaus machten wir uns am Abend auf zum Mount Hua
bzw. Hua Shan. Durch ungünstig verlaufende Zugfahrten kamen wir dort erst so spät an [20 Uhr], dass uns jeder der
Anwohner von einem Aufstieg abriet. Wir wussten jedoch, dass ein Pfad auch
nachts geöffnet ist, und man durch diesen den Gipfel innerhalb von 7 Stunden
erreichen kann. Wir wollten nicht umsonst gekommen sein, recherchierten noch
ein wenig, kauften Ausrüstung und starteten einen echt unvergesslichen Aufstieg
bei purer Dunkelheit mit Kopflampen, die oftmals unsere einzige Lichtquelle
waren. Dass die Chinesen es in puncto Sicherheit nicht so super genau nehmen,
konnte man auch an dem geöffneten Pfad erkennen. In den Berg gehauene Treppenstufen,
die nur in etwa 15 cm breit waren und lediglich mit rostigen Ketten gefestigt
waren, waren nach einer Stunde schon Alltag geworden und im Nachhinein
betrachtet, war es wohl auch ganz gut, dass es so dunkel war. Im Hellen hätte
sich der Magen wohl das ein oder andere Mal gut umgedreht, da es rechts oder
links vom Pfad sehr oft ins dunkle Nichts ging. Fazit: Nach 5 aufregenden
Stunden waren wir am Gipfel angekommen. Hier mieteten wir uns dann Decken, um
noch ein wenig zu schlafen, bevor man von hier aus den Sonnenaufgang bewundern
konnte. Da es bewölkt war, war dieser gar nicht mal so spektakulär, aber das
erste Mal konnte ich diesem bescheuerten Spruch „Der Weg ist das Ziel.“ was
abgewinnen ;)
Danach ging es dann wieder für die letzten Tage nach Tianjin
bevor für mich die letzte große Sehenswürdigkeit in Form der Verbotenen Stadt
anstand. Die wohl klassischste aller Sehenswürdigkeiten in Beijing hatte nicht
zu viel versprochen. Man muss sich wirklich schon mindestens 4 Stunden Zeit
nehmen um alles zügig gesehen zu haben und am Ende ist man dann wiedermal sehr beeindruckt
von der chinesischen Architekturkunst. Wie jedoch auch bei der Terrakotta-Armee
waren die Heerscharen an Menschen so laut und das Gedränge so stark, dass man
froh war, auf den eigenen Audioguide mit Kopfhörern zurückgreifen zu können.
Lediglich er vermittelte einem zumindest
so ein bisschen Ruhe und die spezielle Atmosphäre dieses Ortes. Mit Worten will
ich allerdings auch gar nicht so lange darüber sinnieren, deswegen gibt es diesmal einfach
deutlich mehr Bilder, die das Ganze besser beschreiben.
Seit dem Wochenende bin ich nun wieder in der Heimat und konnte mit dem Finalsieg auch hier wieder einen guten Start feiern. Goodbye China, Hello Weltmeister! :)
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Unten in der Mitte ist übrigens MC Lin,
der sich die Street-Credibility in der Terracotta-Hood hart erarbeitet hat. |
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| Fun in China |
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| Chinesischer Kaiser für 5 Minuten? Check. |
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| Xian at night |
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| Dumme Ideen bei 20 kmh umsetzen? Aber ja. |
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| Chinesische Fritten...ein wenig gewöhnungsbedürftig :) |
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| Erstes Foto nach anderthalb Stunden Aufstieg |
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| Zweites Foto nach 3 Stunden auf gerade geebnetem Pfad :) |
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| Zweites Foto nach 3 Stunden auf gerade geebnetem Pfad :) |
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| Stirnlampe sitzt - auch nach 4 Stunden |
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| Bildunterschrift hinzufügen |
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| Auf sonem Gipfel wird man schon relativ emotional. Beweisstück A. |
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| Der Gipfel am Morgen! |
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| Neuen Meditationsort gefunden! |
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| Die Verbotene Stadt. Welcome! |
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Motivierende Botschaften aus öffentlichen Toiletten.
Grenzt schon an hohe Lyrik, was die Chinesen hier veranstalten. :) |