China…Hier bin ich nun. Nach
nur 2 Tagen Vorbereitungszeit in Deutschland, befinde ich mich jetzt erstmals
in einem Land, wo mich wirklich keine Sau versteht, ich mich somit nicht
verständigen kann und auch sonst noch gar nicht so weiß, was alles auf mich
zukommt.
Meine Ankunft war dennoch reichlich unspektakulär. Nach
Zwischenstopp in Beijing und dem Schnellzug nach Tianjin erreichten wir unsere
ersten Bleibe - das gute HuiGao Garden
Hotel. Wir – damit meine ich die 5 Studenten, die sich für ein Auslandssemester
entschieden haben – Valentine & Laura (Frankreich), Momo (Mali) sowie Nils
und ich (Deutschland). Ursprünglich war für uns das Studentenwohnheim
vorgesehen, da man jedoch im letzten Moment merkte, dass dieses voll belegt
war, entschied die Uni uns im Hotel unterzubringen - für denselben Preis
wohlgemerkt! Dementsprechend ist unsere Wohnungssituation für die nächsten
Monate eine sehr positive Überraschung.
Was lässt sich sonst über
China bzw. Tianjin neben den riesen Menschenmassen nach den ersten Tagen sagen?
Als erstes wäre da wohl der
immense Unterschied in den Größenverhältnissen. Am ersten Tag wurden wir von
einer Mitarbeiterin der Uni empfangen.
Sie führte uns dann auch direkt durch den Universitätsdistrikt. Bewusst nutze
ich das Wort „Distrikt“ und nicht Campus, denn wir reden hier von einem
Universitätsgelände, das 71.000 Studenten beherbergt sowie unterrichtet! Von
dem einen Ende zum Anderen benötigt man zu Fuß etwa 30 Minuten und das Ganze
erinnert mich hier mehr an eine autonome Stadt als an ein Studentenviertel. Wie
auf den Bildern jedoch zu erkennen ist, hat man sehr viel Wert darauf gelegt,
möglichst viele Flächen grün zu halten und ein gutes Allgemeinbild abzugeben.
Nach den ersten Vorlesungen kann ich zudem auch sagen, dass nicht nur die Uni
als solche sondern auch die Dozenten einen sehr guten Eindruck machen.
Ein weiterer großer Pluspunkt
für China sind die Alltagspreise. In den Uni-Kantinen erhält man ganze Menüs
für etwa 3€, eine Cola kostet 40 Cent und sofern man im Restaurant essen
möchte, bezahlt man im Schnitt 5€ für Familienportionen. Dementsprechend
günstig sind Supermarktpreise (2€ für komplette Sushi-Box oder 2L-Wasserflaschen
für 20 Cent.)
Aufgrund der Größe des
Universitätsgeländes haben wir uns in den ersten Tagen gebrauchte Fahrräder für
umgerechnet etwa 10-15€ gekauft. Hier kommt ein weiterer Unterschied zum
Vorschein: Verkehrsregeln sind irgendwie Auslegungssache. Generell gilt:
Motorrad-, Roller- oder Fahrradfahrer fahren immer durch – egal ob die Ampel
grün oder rot zeigt. Darüber hinaus haben die größten Fahrzeuge immer Vorfahrt
vor den Kleinen. Sprich: als Fußgänger muss man also immer darauf achten, nicht
mit Radfahrern, Motorrädern oder Autos nähere Bekanntschaft zu machen, da diese
immer zuerst fahren. Umgekehrte Welt für
uns Europäer also.
Das universelle Verkehrsinstrument,
das nicht nur dabei hilft, dieses neue System zu verstehen, sondern auch zeitgleich
als Bremse, Gas- und Frustablasspedal dient, ist wie auch schon in Indien kennen- und schätzen gelernt, die
allgegenwärtige Hupe. Es geht doch nichts über den lieblichen Klang von zig
dieser Gerätschaften am Morgen, wenn man bei Grün die Straße überquert J
Ansonsten gerät man bei China
allerdings nur ins Schwärmen. Das Essen ist klasse, das Wetter auch und die
Menschen sind unfassbar hilfsbereit auch wenn man sich nicht durch eine
gemeinsame Sprache verständigen kann. Mittlerweile hat man sich aber ein ganz
gutes Körpersprachenlevel angeeignet und somit gibt es eigentlich nie große
Probleme. Am Wochenende geht es nun ab nach Beijing für den ersten Ausflug. Bin
sehr auf die Stadt gespannt. Viele Grüße nach Deutschland!
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| Gibt schlimmeres ;) |
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| Nankai University I |
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| Nankai University II |
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| Die Post des Universitätsgelände für Pakete (ja, ernsthaft! Die Asiaten sind sehr ehrliche Menschen :) ) |
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| Tianjin Innenstadt |
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| Tianjin Innenstadt - Darstellende Künste :D (Momo & Ich) |




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