Am letzten Wochenende ging es dann endlich nach Shanghai.
Viel hatte man schon im Vorfeld darüber gesprochen, so eine konkrete
Vorstellung über die Metropole hatte man bis dato jedoch noch nicht.
Glücklicherweise trafen Momo, Laura und ich dort auf
Vanessa, eine Freundin aus Bachelor-Tagen, die uns sofort unter ihre Fittiche
nahm und uns für das Wochenende sehr gute Insider-Infos und Events organisieren
konnte – Vielen Dank dafür an der Stelle!
Ich greife allerdings vorweg.
Mein erster Eindruck der Stadt
war so ähnlich wie meine ersten Eindrücke von Singapur. Der große Unterschied
zwischen Beijing/Tianjin zu Shanghai ist die fortschrittliche und absolut
technisierte Infrastruktur. In Shanghai
hat man echt das Gefühl das selbst Deutschland in ein paar Sachen, gerade im
Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel, noch ein wenig hinterherhängt. Jedoch
konnte man auch in Shanghai krasse Unterschiede zwischen arm und reich oder
traditionell und modern sehen, was den ganzen Aufenthalt sehr abwechslungsreich
gestaltete. In der Stadt angekommen, buchten wir uns ein Ticket für einen
Hop-On/Hop-Off-Bus mit dem man 48-Stunden lang durch die Stadt kommen und an
jeder Sehenswürdigkeit aussteigen konnte.
Über diesen Weg gelangten wir zum Aussichtspunkt des Jin Mao
Towers, zum Jing’an sowie Jade Tempel, zum Yu Garden sowie zur Nanjing Road.
Hier erzählen Bilder jedoch die besseren Geschichten ;)
Zwei Dinge sind mir jedoch an Shanghai besonders in
Erinnerung geblieben.
Erstens: Bis dato kann kein Ort in China Shanghai bezüglich
des Nachtlebens Konkurrenz machen. Durch Vanessas Begleitung konnten wir uns
diverse Lokalitäten anschauen und interessante Erfahrungen machen. Hierbei ist
zu sagen, dass jeder Club in der Regel aus einer Vielzahl von Tischen und nur
einer kleinen Tanzfläche besteht. Die Chinesen sind Ausländern gegenüber sehr
wohlgesonnen und wollen konstant mit einem was trinken und Fotos machen. Das
macht so ein Erlebnis schon von vornerein sehr lustig. Davon abgesehen, steht man hier jedoch oft auf Live-Shows
anstatt auf simple Musik und somit bekommt man als Partygast diverse und
teilweise sehr abstruse Auftritte geboten. Ich hab beispielsweise schon nicht
schlecht geschaut, als in einem Club drei Frauen mit kahlgeschorenen Köpfen,
Gesichtsmasken aus Spikes und in lediglich Militärwesten gehüllt über die Bühne
tänzelten. Das ist dann eben der kleine Unterschied zwischen deutschen und
chinesischen Vorlieben.
Das andere Highlight für mich war der Tier- und Insektenmarkt
in Shanghai. Denjenigen, die sich jetzt denken: „jaja den Kram hat er doch
schon gesehen“ sei gesagt: ums Essen gings diesmal gar nicht. Hier konnte man
ein ganz anderes Phänomen begutachten. In China ist es ein angesehenes Geschenk
eine fette lebende Grille zu verschenken. Wem geht denn da bitte nicht das Herz
auf?
Die Grille hat dann eine von zwei Funktionen. Erstens, sie
kann als Haustier dienen, das gerade im Winter beliebt ist. Sie wird dann in
einem kleinen Strohkäfig in ein Zimmer gehangen und zirpt dort vor sich hin.
Dies soll die Atmosphäre von Sommer suggerieren und somit werden auf dem
Insektenmarkt die lautesten Grillen auch als die teuersten gehandelt. Was will
man schon mit Katzen, Hunden oder Hamstern wenn man so ein possierliches Geschöpf
im Zimmer halten kann (Größe 10 cm und ja, die Dinger können nicht nur hüpfen
sondern auch fliegen.)
Die zweite Funktion der Grille ist allerdings mein Favorit,
denn das gute Tier kann auch als Kampfgrille gehalten werden. Hier gibt es
tatsächlich seit der Qing-Dynastie (1644-1912) Zuchtlinien der feinsten
Kampfgrillenarten, die man kaufen kann. Erst vor kurzem berichtete ein
Zeitungsartikel, dass in Shanghai eine Grille für über 1500 Dollar den Besitzer
gewechselt hat. Das zeigt, wie populär wenn auch illegal diese Art von
Grillenhaltung hier ist. Mich erinnerte das Ganze irgendwie an eine chinesische
Real-Life Version von Pokemon und während ich über den Markt ging, hatte ich
eigentlich nur konstant ein Grinsen auf dem Gesicht. Die Chinesen…jeden Tag
findet man etwas Neues ;)
Nach Shanghai ging es dann wieder in das gewohnte Uni-Umfeld
in Tianjin bevor es im kommenden Wochenende wieder nach Beijing zum Great Wall
Music Festival geht. Hierzu jedoch beim nächsten Mal mehr. Bis bald J
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| Skyline Shanghai |
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| Welcher Smog? |
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| Jade Tempel I |
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| Jade Tempel II |
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| Jade Tempel III |
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| Jade Tempel IV |
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| Herbert - Der Metaller unter den Gottheiten |
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| Jade Tempel V |
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| Traditional Shanghai |
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| Traditional Shanghai II |
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| ...schonmal Dumplings (ähnlich wie Ravioli) mit nem Strohhalm gegessen? Genau. |
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| Jing'An Tempel I |
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| Jing'An Tempel II |
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| On the Road |
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| Ahhh lecker lecker lecker... |
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| In jedem Behälter sitzt eine sehr große Grille... |
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| King of the Market |
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| Art District I |
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| Art District II |
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| Der typische chinesische Hund und Ich |
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| Nightlife Shanghai I |
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| Nightlife Shanghai - Mit besten Grüßen an Reiseleiterin Vanessa ;) |
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| Hop-On/Hop-Off Bus |
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